Pädagogische Leitlinien zur Traumaarbeit

  • Schutz und Sicherheit gewähren
  • hoffnungsvolle Bindungsangebote, die sorgfältige Wahl des Bezugsbetreuers
  • Heilung durch ein heilsames Umfeld
  • Hoheit über das eigene Zimmer
  • Lernen am Modell
  • Doppelbetreuung in Kernzeiten
  • transparente und behutsame Gesprächsführung
  • Gefühle zulassen
  • zurückhaltende Gestaltung der Räume
  • Rituale pflegen
  • Unterstützung im Haushalt und Garten
  • kindgerechte und vollwertige Ernährung
  • Entspannung herbeiführen (atmen, schlafen, ausruhen)
  • Konzentrationsübungen
  • kreative Bewältigungsformen, (Malen, Trommeln, Stegreiftheater)
  • Bewegung, geringe Überraschungsmomente (Spaziergänge, Erlebnispädagogik)
  • Pläne schmieden
  • Selbstwertgefühl stärken
  • Selbstwirksamkeit erfahren
  • Förderung des kindlichen Spiels, Probehandeln, Lösungsstrategien

Stabilisierung durch pädagogische Intervention

  • Selbstwert, Selbstkontrolle und Selbstwirksamkeit erfahrbar machen
  • heilende Gruppenatmosphäre aufbauen
  • Re-Inszenierungen verstehen
  • unkontrollierte Flashbacks stoppen
  • Selbstheilungskräfte fördern
  • Analyse von Übertragung-Gegenübertragung zur Eindämmung von pädagogischen Überreaktionen

Spezifisch pädagogisch-therapeutische Interventionsansätze

  • therapeutische Begleitung innerhalb der Gruppe durch den therapeutischen Fachdienst und durch externe Fachkräfte
  • regelmäßige Einzelsitzungen zur individuellen Förderung von Resilienzfaktoren
  • Erstellen eines individuellen Notfallkoffers
  • Psychodramatische Rollenspiele, aktive Umsetzung und Bearbeitung von Erfahrungen
  • Künstlerisch-heilpädagogische Angebote (Plastizieren, Formenzeichnen, Malen)
  • Rhythmische Massagen, Wickel und Einreibungen (nach Hauschka)
  • Heileurythmie
  • Ressourcenbilder im Spiel
  • Förderung des kindlichen Spiels, das Kind schafft sich in seinem Spiel Doppelgänger und imaginäre Gefährten, mit denen es sich teils identifiziert und teils auseinandersetzt
  • Märchenarbeit
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